Psychische Faktoren spielen bei einigen Krankheitsbildern, wie zum Beispiel bei Rückenschmerzen, eine entscheidende Rolle. Die Wechselwirkung Psyche–Körper findet ständig und unbewusst statt. Die moderne Forschung hat belegt, dass neurobiologische adaptive Prozesse sich unbewusst abspielen und dazu beitragen, dass die Schmerzen sich ohne Gewebeschädigung verselbstständigen. Das Verständnis dieser Phänomene hilft dazu, das Stigma von diesen Patienten wegzunehmen. Weil die chronischen Schmerzen die Menschen auf mehrere Ebenen beeinflussen (körperliche, psychische, soziale), ist auch die Behandlung sinnvollerweise multimodal (körperlich, psychisch-seelisch, sozial). Durch die abgeschlossene Ausbildung und Erfahrung mit den Infiltrationen/Akupunktur (Körper), Zusatzausbildung der psychosomatischen Grundversorgung (Psyche) und die jahrelange Tätigkeit in der Rehabilitation (Behandlung orientiert an dem biopsychosozialen Modell) ist es möglich, die unterschiedlichen Faktoren und deren Gewichtung zu erkennen und die richtigen therapeutischen Maßnahmen einzuleiten.